09.05.2013

Bloggertreffen: ...aber was ist das eigentlich, ein katholischer Blogger?

Der katholische Blogger, das unbekannte Wesen? - Nein, sicher nicht. Über 300 sind allein in dieser privat erstellten kath. Bloggerliste aufgeführt, beeindruckend nicht nur durch ihre wachsende Zahl.
Immer mehr wächst auch das Selbstbewusstsein der sogenann-
ten "Blogözese". Die Christen (fast alle Katholiken), die da einen mehr oder weniger großen Teil ihrer Frei-
zeit opfern, legen mit vielen ihrer Artikel auch ein persönliches Be-
kenntnis zu ihrem Glauben und zu ihrer Kirche ab. Damit und mit dem wachsenden Leserkreis (manche Blogs erreichen monatlich mehr
als 50.000 Leser, zusammen über-
runden sie locker jedes katholische Portal) werden sie auch interessant als Partner, z.B. für "katholisch.de".

Morgen beginnt in Bonn das zweite katholische Bloggertreffen, das bis Sonntag dauert. Sicher werden wir darüber in den nächsten Tagen viel zu lesen bekommen. Von hier aus schon mal ein herzlicher Gruß dorthin!
Aber was genau ist ein Blogger, der sich "katholisch" nennt bzw. in einer Liste wie dieser aufgeführt ist? - Da gehen die Meinungen doch etwas auseinander, zumal es immer mal wieder bei diesem und jenem Schreiber Artikel gibt, die Unmut auslösen. Um es etwas zu kon-
kretisieren, ohne Namen nennen
zu wollen: Im Vierteljahr erreichen mich etwa drei bis vier Beschwer-
den über diesen oder jenen Blogger wegen eines "unkatholischen" Artikels bzw. einer Gesamtrichtung, die als nicht oder nicht ausreichend katholisch empfunden wird. In der Regel schließt sich daran die Bitte und manchmal auch die Forderung an, jemanden aus dieser Liste auszuschließen.

Da tue ich mich zugegebener-
maßen sehr schwer. Ich bin nicht der Oberschiedsrichter der Blogö-
zese. 

Weil gerade mal wieder so ein Fall anliegt: Haben Sie eine Meinung dazu?

Kommentare:

  1. Ich hätte ja gern eine Meinung, aber zu welchem Blog? ;)

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  2. Ich möchte da eigentlich keinen Blognamen nennen, sonst können wir überspitzt besagt jeden Monat über irgendein Blog diskutieren: Ist der noch katholisch?
    Wer findet böse Belegstellen?
    -- Dieser etwas nach Inquisition riechende Gedanke gefällt mir nicht wirklich.
    Aber damit sind wir ja bereits bei der Diskussion, wie ich sie meinte:
    Soll die Blogözese bestimmte Blogs "ächten" oder nicht?
    (Vielleicht geht das irgendwann nicht mehr ohne Namens-nennung...)

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    1. Achso, dann habe ich doch nichts übersehen. Nur einer (oder zwei, drei) von den fast 400 Blogs stößt nicht auf allgemeines Wohlwollen. Ich dachte schon, es wäre etwas Ernstes.
      Meinetwegen könnte man den römischen Weg als Vorbild nehmen: wen Rom nicht rauswirft (oder mit Lehrverbot belegt), der muss auch als "katholischer" Blogger in den Reihen hier bleiben dürfen. ;)
      LG

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  3. Der Thuriferar9. Mai 2013 um 20:04

    Prima, macht euch nur gegenseitig selber fertig. Am besten aus der Reihe der Blogger eine Glaubenskongregation bilden, ein Formblatt zur Anzeige ins Netz stellen und allen Anzeigefreudigen Anonymität zusichern. So wird das bestimmt was...!

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  4. Vielleicht so in Prozenten denken?
    Inhaltlich 60:40 katholisch sollte schon sein, denke ich und GG - bissel "gute Sitten", schon fertig. Das müsste "drin" sein, wenn "katholisch" drauf steht. Entscheiden kann eigentlich nur der, der dieses Portal zu Verfügung stellt! BEDANKT!

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  5. Auch wenn einem manchmal etwas an anderen Katholiken missfaellt, so darf es meiner Meinung nach nicht sein, dass man da gleich 'dreinfaehrt'. Ich kann nicht von allen Katholiken das totale theologische Wissen erwarten. Und wenn jemand meiner Meinung nach z.B. zu sehr esoterisch veranlagt ist und der Blog zu sehr in diese Richtung geht, kann ich ja auf meinem Blog ein Posting ueber Esoterik bringen, sozusagen als Ausgleich. Uns gegenseitig hier zu verurteilen ist meiner Meinung nach nicht christlich. Aber da auch dieses Portal hier, wie ankerperlenfrau schon gesagt hat, von jemandem zur Verfuegung gestellt wird, und uns allen hier durch seine Zeit und Freundlichkeit eine Plattform geboten wird, sollten wir uns gegenseitig auch christlicher behandeln und uns zugestehen, dass wir alle nicht immer die besten Postings schreiben, nicht immer 100% theologisch sein werden. Verlassen wir uns doch auf unser aller Faehigkeiten zur Unterscheidung der Geister, sollten wir ueber einen unserer Meinung nach unkatholischen Blog stolpern.

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